Die gängigsten Fitnessmythen – Wir decken auf!

Für bessere Gesundheit und Fitness!

Gerade in der heutigen Zeit machen sich immer mehr Menschen Gedanken um ihr Aussehen und ihren Fitnessstand. Die Medien leben uns vor, dass wir stets perfekt aussehen müssen und was genau dieses „perfekte“ Aussehen ist, wird uns ebenso durch Promis vorgegeben. Auf dem Weg zu Deinem persönlichen perfekten Körper wirst Du über viele Fitnessmythen stolpern. Von überall hörst Du gut gemeinte Ratschläge, die allerdings nicht immer der Wahrheit entsprechen.

Heute haben wir für Dich die Top-10 Fitnessmythen, an die sich viele Menschen immer noch klammern, obwohl sie erwiesenermassen nicht wahr sind.

1. Du willst abnehmen, dann darfst Du abends nichts mehr essen!

Diese Aussage ist schlicht und ergreifend falsch. Es kommt immer darauf an was du isst und in welcher Menge. Einen ganzen Kuchen alleine zu verdrücken, wird Dir zu jeder Tageszeit schaden; ein frischer Salat mit Putenbrust oder Thunfisch wird dies beispielsweise nicht. Was ich damit meine, ist, dass Du möglichst regelmässig kleine und vor allem gesunde Portionen essen solltest.

Was bringt es Dir, wenn Du nach 18: 00 Uhr nichts mehr isst und nachts um 3:00 Uhr eine Heisshungerattacke bekommst und den halben Kühlschrank vernichtest?

2. Um Fett zu verlieren, musst Du Ausdauertraining machen!

Natürlich ist eine gute Ausdauer sehr gut für die Gesundheit, das heisst jedoch nicht, dass Du nur durch Ausdauertraining Fett verlierst. Auch hier ist es wichtig, auf Ernährung zu achten. Es gibt nur einen Weg, Fett zu verlieren: eine negative Kalorienbilanz. Rechne für Dich persönlich aus, welchen Kalorienbedarf Du täglich hast und schau, dass Du weniger Kalorien zu Dir nimmst.

Beispiel:

Du bist weiblich und 1,60 cm – 1,70 cm gross. Dann beträgt Dein Tagesbedarf ca. 1.500 kcal. ABER da Du Dich bewegst, Sport machst oder sonstigen Aktivitäten nachgehst, steigt dieser natürlich. Im Internet gibt es Rechner, mit denen Du Deine verbrauchten Kalorien für eine halbe Stunde joggen oder Ähnliches ausrechnen kannst. Addiere diesen Kalorienverbrauch zu Deinem Tagesbedarf und schau, dass Dein Essen 300 – 500 kcal unter Deinem Bedarf liegt.

Auch wenn sich das nach wenig aufhört, solltest Du nicht hungern, da dies sonst Deinen Stoffwechsel verschlechtert und die gegenteilige Wirkung nach sich zieht.

Fitnesstraining leicht gemacht
Fitnesstraining leicht gemacht

3. Wenn Du genug SitUps machst, bekommst Du einen Waschbrettbauch!

Nein, das wirst Du nicht, denn das ist ebenfalls nur ein hartnäckiger Fitnessmythos. Jeder Sportler weiss: „Ein Sixpack wird in der Küche gemacht!“. Natürlich ist es wichtig, Bauchmuskeln aufzubauen, aber wenn dein KFA (Körperfettanteil) zu hoch ist, wirst Du trotz aller Muskeln keinen sichtbaren Waschbrettbauch haben. Einen niedrigeren KFA erreichst Du, indem Du Fett verlierst (siehe oben).

4. Als Frau darfst Du nicht mit Gewichten trainieren, sonst bekommst Du zu viele Muskeln!

Jetzt mal ehrlich, denkst Du wirklich, dass es so einfach ist, als Frau Muskelberge aufzubauen? Bodybuilderinnen durchlaufen ein jahrelanges hartes Training. Die meisten trainieren für einen solchen Körper 5-6 Mal die Woche und splitten das Training auf zwei Mal täglich; nicht zu vergessen – die spezielle Ernährungsweise. Und selbst mit einem solch straffen Programm ist es schwierig, als Frau wirklich muskulös zu werden.

Lass Dir nicht einreden, dass Du von einem zweitägigen Training, welches je eine Stunde dauert zu She-Hulk wirst. Das einzige, was passiert, ist, dass Du Deinen Körper straffst und mit der Zeit etwas (!) Muskulatur aufbaust.

5. Muskeln werden in Fett umgewandelt und andersherum!

Dieser „Mythos“ hält sich schon sehr lange, obwohl er nachgewiesenermassen falsch ist. Fett und Muskeln sind unterschiedliche Gewebearten, die nicht in einander umgewandelt werden können und zwar unter keinen Umständen. Ein Bodybuilder in der Massephase wandelt seine Muskeln nicht in Fett um. Er isst einfach mehr, um Fett aufzubauen und dadurch mehr Energie zur Verfügung zu haben, um noch mehr Muskeln aufzubauen. Danach nimmt er wieder ab, entwässert seinen Körper und hat im Normalfall mehr Muskelmasse. Aber nicht, weil sich das Fett wie durch Zauberei in Muskeln verwandelt hat, sondern weil er diese in seiner Massephase aufgebaut hat.

6. Die Fettverbrennung beginnt erst nach einer halben Stunde Training!

Auch diese Aussage ist nur eine Halbwahrheit. Dein Körper beginnt mit der Fettverbrennung, sobald Du mit dem Training beginnst. Um sich körperlich zu betätigen, braucht Dein Körper Energie und Fett ist nichts anderes eine Energiereserve. Sobald Dein Training beginnt, greift Dein Organismus also auf diese Fettreserven zu. Allerdings ist die Fettverbrennung nach einer halben Stunde auf ihrem höchsten Stand.

7. Wenn Du wirklich Muskelmasse aufbauen willst, musst Du täglich trainieren!

Nein, das musst Du nicht und das solltest Du auch nicht. Zu viel Training wird Deinem Muskelaufbau eher schaden, als diesen voranzutreiben. Oftmals haben gerade Anfänger es schwer, Muskeln aufzubauen und ob Du es glaubst oder nicht, es liegt häufig daran, dass sie zu eifrig trainieren! Der menschliche Körper verfügt über verschiedene Muskelgruppen, wobei jede einzelne eine gewisse Regenerationszeit benötigt. Werden die Muskeln dauerhaft strapaziert und haben nicht genug Zeit, zu regenerieren, behindert das ihr Wachstum.

Dabei gilt:

Grössere Muskeln (Quadrizeps) sollten 2-3 Tage regenerieren. Das heisst, wenn Du diese 2 Mal wöchentlich trainierst, reicht dies vollkommen aus.

Kleinere Muskeln (Bizeps, Trizeps) brauchen eine Regenerationszeit von 24 Stunden. Diese Muskelgruppen können jeden zweiten Tag trainiert werden.

8. Wenn Du abnehmen willst, darfst Du kein Fett essen!

„Du bist, was Du isst!“ – dieses Sprichwort gilt in diesem Zusammenhang nicht. Gerade ungesättigte Fette (Fisch, Avocado, Nüsse) können Dir beim Abnehmen helfen. Sie sind nicht nur gesund und reich an Omega-Fettsäuren, sondern sättigen auch noch lange. Auch hier gilt es natürlich, fettige Lebensmittel in Massen zu sich zu nehmen.

Worum Du einen möglichst grossen Bogen machen solltest, sind leere Kalorien. Diese befinden sich hauptsächlich in Zucker und weissem Mehl. Sie versorgen Dich kurzzeitig mit Energie, machen aber nicht satt. Das heisst, dass Du durch solches Essen relativ viele Kalorien zu Dir nimmst, sie Dir jedoch nichts nützen, weil Du danach schnell wieder Hunger bekommst. Dadurch isst Du mehr als nötig und nimmst auf lange Sicht zu.

Gesunde Fette erkennen und richtig einsetzen
Gesunde Fette erkennen und richtig einsetzen

9. Dein BMI zeigt, ob Du zu dick bist!

Der BMI kann als Anhaltspunkt genommen werden, allerdings stellt er keine Diagnose dar! Bei einem untrainierten, durchschnittlichen Menschen würde der BMI vielleicht stimmen, aber wer ist denn bitte schon durchschnittlich? Jeder einzelne von uns hat einen einzigartigen Knochen- und Körperbau. Gerade wenn Du Sport machst und Muskeln aufbaust, wird Dein BMI adipös ausfallen. Muskeln wiegen nun mal mehr als Fett, das ist eine Tatsache und Du kannst nichts dagegen machen. Lasse lieber deinen Körperfettanteil bestimmen, dies bieten die meisten Fitnessstudios, Ernährungsberater und Ärzte an. Bedenke aber, dass jeder Mensch einen KFA hat und dass dieser überlebensnotwendig ist. Bei Männern liegt der durchschnittliche KFA bei 15 % und bei Frauen bei 25 %.

10. Wenn Du viel schwitzt, hast Du gut trainiert!

Auch das stimmt natürlich nicht. Jeder Mensch hat eine andere Veranlagung. Die einen schwitzen, weil sie die Treppe in den zweiten Stock genommen haben, die anderen laufen eine halbe Stunde um den Block und schwitzen so gut wie gar nicht. Deine Schweissproduktion sagt nicht unbedingt etwas über die Effektivität Deines Trainings aus, das solltest Du Dir auch nicht einreden lassen.

 

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Bilder: (c) Pixabay.com

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